Digitale Ortsnetzstationen

Da immer mehr Verbraucher und Erzeuger im Zuge der Energie- und Wärmewende sowie im Zuge des Ausbaus der erneuerbaren Energien am Stromnetz angeschlossen werden, steigt somit auch die Belastung für jede einzelne Trafostation. Die aktuelle Last im Netz ist somit nicht mehr nach bekannten Logarithmen berechenbar und muss direkt in der Trafostation an den Abgängen gemessen werden, um eine drohende Überlastung frühzeitig festzustellen.

Vor diesem Hintergrund digitalisieren wir unsere Stationen und implementieren entsprechende Messtechnik zur Stabilitätsüberwachung im Stromverteilnetz. Zusammen mit den Daten aus den Smart-Meter-Gateways als auch den Steuerboxen können bei drohenden Überlastungen im Stromnetz die steuerbaren Verbraucher und Erzeuger durch gezielte Ansteuerung „gedimmt“ werden. Außerdem kann durch die Auswertung der Daten ein genereller Engpass auf einem Kabel oder der Trafostation erkannt und somit gezielte Investitionen in den Netzausbau vorangetrieben werden. Das Projekt wurde mit einem Investitionszuschuss nach den Zertifizierungsrichtlinien des Grüner Strom Label e.V. für Energieeffizienzmaßnahmen gefördert.


Andreas Beerhold in der neuen digitalen Ortsnetzstation (Foto: Stadtwerke Eichstätt)